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Die Welt aus anderen
Blickwinkeln betrachten

Veranstaltungen

19. März 2024
Filmreihe 19.3. - 30.4.2024
Filmreihe 19.3. - 30.4.2024
19. März 2024
Filmreihe 19.3. - 30.4.2024
KAMERA KOLONIAL
Sechs Filmforen mit Einführung
19. März – 30. April 2024

Das Kino ist seit seiner Erfindung ein Fenster zur Welt, ein zentrales Medium für die Wahrnehmung von anderen Ländern, Menschen und ihrer Geschichte. Schon vor über 100 Jahren wurden in deutschen und westfälischen Kinos laufende Bilder aus den Kolonien gezeigt und romantisierten so eine Sehnsucht nach der Ferne, befeuerten imperialistische Großmachtträume und verbreiteten rassistische Fantasien. Erst seit den 1960er Jahren meldeten sich kritische Stimmen zu Wort, die das idyllische Bild hinterfragten und mit ihren Filmen eine neue Perspektive auf die Kolonialgeschichte und ihre Nachwirkungen forderten und förderten. Mit ihnen veränderte sich der westliche Blick, blieb aber weiter eine eigene Interpretation der Geschichte. In der jüngsten Zeit ist die Forderung nach Repräsentation und Selbstbestimmtheit auf der Leinwand in den Fokus gelangt: Statt über die kolonisierten Menschen zu sprechen, sollen sie selbst zu Wort kommen und ihre Erfahrungen teilen können. Diese Perspektivveränderungen nachzuvollziehen und zu verstehen, ist das Ziel der diesjährigen Filmreihe „Drehbuch Geschichte“, die an sechs Themenabenden Filme über Kolonialismus und Postkolonialismus zeigt. Jeder Film wird durch ein Filmgespräch begleitet, das zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem kolonialistischen Erbe, Fragen der Repräsentation und der postkolonialen Sicht auf Film anregt.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns die Geschichte neu zu entdecken!

LWL-Medienzentrum für Westfalen
Die Linse e.V., Münster
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Bezirksverband Münster
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
LWL-Literaturkommission für Westfalen
Geschichtsort Villa ten Hompel
Afrikanische Perspektiven e.V.

TERMINE

Dienstag, 19.03.2024, 18:00 Uhr
Der vermessene Mensch
(DE, 2023, Regie: Lars Kraume, 116 Min.)
Ein junger deutscher Ethnologe wird 1904 Zeuge des Völkermords an den Herero und Nama in „Deutsch-Südwestafrika“. Der Film widmet sich einem stark unterbelichteten Kapitel deutscher Kolonialgeschichte, allerdings aus Täterperspektive, wofür er von schwarzen Filmschaffenden scharf kritisiert wurde.

Nach dem Film findet ein Gespräch mit Israel Kaunatijke statt. Kaunatijke ist Aktivist und Herero-Nachfahre. Er ist aktiv im Bündnis "Völkermord verjährt nicht! BerlinPostkolonial" und Ehrenmitglied der Herero-Banderu-Stiftung in Windhuk, Namibia.

Montag, 25.03.2024, 18:00 Uhr
Frauen, Masken und Dämonen. Eine afrikanische Symphonie
(DE, 1948, Regie: Hans Schomburgk, 71 Min.)
Hans Schomburgk zählte zu den ersten deutschen Filmpionieren in Afrika. Seine zwischen 1913 und 1932 entstandenen Aufnahmen prägten das Afrikabild des deutschen Kinopublikums und bedienten dabei auch rassistische und sexistische Vorurteile. 1948 brachte die ostdeutsche DEFA sie neu heraus.

Dienstag, 09.04.2024, 18:00 Uhr
Heia Safari. Die Legende von der deutschen Kolonialidylle in Afrika
(BRD, 1966, Regie: Ralph Giordano, 99 Min.)
Giordanos zweiteiliger Fernsehfilm war eine bahnbrechende Kritik an der Klischeevorstellung, der deutsche Kolonialismus sei gerechter und idyllischer gewesen als der anderer Kolonialmächte. Die Erstausstrahlung 1966 löste einen regelrechten Proteststurm aus.

Dienstag, 16.04.2024, 18:00 Uhr
Borga
(DE/Ghana, 2021, Regie: York-Fabian Raabe, 104 Min.)
Die ghanaischen Brüder Kojo und Kofi träumen davon, in Europa ein besseres Leben zu führen, statt auf einer Elektroschrottdeponie ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Doch das Leben als Migrant in Deutschland ist hart. Der Film wirft einen unverstellten und persönlichen Blick auf die ghanaisch-deutschen Beziehungen.

Nach dem findet ein Gespräch mit Tina Adomako statt. Die Journalistin Tina Adomako schreibt über entwicklungs- und gesellschaftspolitische Themen. Sie ist durch die eigene Biographie Ghana sehr verbunden.

Dienstag, 23.04.2024, 18:00 Uhr
The Bride
(Ruanda, 2023, Regie: Myriam U. Birara, 73 Min.)
Einige Jahre nach dem Genozid an den Tutsi träumt eine junge Frau in Ruanda von einer medizinischen Ausbildung. Stattdessen wird sie zur Hochzeit gezwungen; ihr einziger Halt ist die die Cousine ihres Mannes. „Biraras Darstellung einer Freundschaft vor dem Hintergrund einer Zwangsehe und ihre leise Thematisierung des Genozids sind herausragend.“ (Berlinale 2023)

Dienstag, 30.04.2024, 18:00 Uhr
Stop Filming Us
(Niederlande/Demokratische Republik Kongo, 2020, Regie: Joris Postema, 95 Min.)
In Goma (Kongo) wehren sich junge Menschen gegen die einseitige Berichterstattung über ihre Stadt. Der Fokus auf Krieg, Gewalt, Krankheit und Armut spiegelt ihrer Meinung nach lediglich westliche Stereotypen, nicht die Realität ihres Lebens.

VERANSTALTUNGSORT:
Cinema, Warendorfer Str. 45, 48145 Münster
Karten: www.cineplex.de

Programmänderungen vorbehalten. Bitte informieren Sie sich vor Besuch der Veranstaltung unter www.dielinse.de

EINTRITT
Karten: www.cineplex.de

KOOPERATION und FÖRDERUNG
LWL-Medienzentrum für Westfalen
Die Linse e.V., Münster
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Bezirksverband Münster
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
LWL-Literaturkommission für Westfalen
Geschichtsort Villa ten Hompel
Afrikanische Perspektiven e.V.

Gefördert durch:
LWL-Kulturstiftung / POWR!
15. März 2024
Stella Gaitano und Mubeen Khishany
Stella Gaitano und Mubeen Khishany
15. März 2024
Stella Gaitano und Mubeen Khishany
LESUNG UND GESPRÄCH

Im Rahmen der Wochen gegen Rassismus (11.- 24. März 2024) wird in der Stadtbücherei Münster die Kunstausstellung "Weil ich beschlossen habe, mich nie bezwingen zu lassen" zu sehen sein. Die Ausstellung des Writers-in-Exile-Programms des PEN Deutschland enthält Bilder und Texte verfolgter Autoren und Autorinnen.

Am Freitag, dem 15. März, laden die Stadtbücherei und der Verein Afrikanische Perspektiven zu einer Lesung unter dem Titel „Wenn Hoffnung Dein Zuhause ist“ ein. Die in ihren Heimatländern verfolgten Schriftsteller*innen Stella Gaitano und Mubeen Kishany sind zurzeit im Writers-in-Exile-Programm in Kamen. Sie lesen aus ihren Texten in arabischer Sprache. Die Sprecherin Paula Berdrow trägt die deutsche Übersetzung vor. Das Gespräch mit Stella Gaitano und Mubeen Khishany führt und übersetzt der sudanesische Literaturwissenschaftler Omer Othman.

Stella Gaitano ist eine bekannte südsudanesische Schriftstellerin und Aktivistin. Ihre Werke behandeln die Not vertriebener, geflüchteter und marginalisierter Frauen. Aufgrund ihrer politischen Haltung und ihres Aktivismus geriet sie nach der Spaltung des Sudan ins Visier nationalistischer und tribalistischer Kreise, die in den sozialen Medien zu ihrer Tötung aufriefen. Unter dem Titel „Endlose Tage am Point Zero“ erscheint im März eine Auswahl ihrer Erzählungen auf Deutsch (Verlag Edition Orient, Berlin).

Mubeen Khishany ist ein irakischer Schriftsteller, Journalist und Künstler. Er ist Mitgründer des Maska Magazine für irakische Poesie. Seit 2017 arbeitet er als freier Journalist für diverse Zeitungen. Khishany wirkte an der Al-Basheer-Show mit, einem kritischen Satire-Programm, beliebt unter jungen Iraker*innen, da es die Missstände im Land auf komische Art und Weise anprangert. Nach Todesdrohungen floh Khishany aus dem Irak.

TERMIN
Freitag, 15. März 2024, 18 Uhr
Stadtbücherei, Alter Steinweg 11, 48143 Münster

EINTRITT
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

KOOPERATION und FÖRDERUNG
Eine Veranstaltung der Stadtbücherei Münster und Afrikanische Perspektiven e.V. in Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Forum Münster e.V., Postcolonial, Transnational and Transcultural Studies (PTTS) am Englischen Seminar der Universität Münster und dem Arabisch-Deutschen Literaturkreis ARDELIT.
24. Februar 2024
Lesung für Kinder
Lesung für Kinder
24. Februar 2024
Lesung für Kinder
VIER OCHSEN - አርባዕተ አብዑር
Zweisprachige Lesung für Kinder und Musik

Vier Ochsen haben den Tag verträumt und schaffen es nicht mehr rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause. Die Hyänen freuen sich schon auf ein leckeres Mahl, trauen sich aber nicht heran, solange die vier zusammenhalten. Kann der listige Schakal den Hyänen helfen oder halten die Ochsen auch in der Not zusammen?

„Vier Ochsen“ ist eine Geschichte aus Eritrea. Medina Beshir liest die Geschichte über die „Vier Ochsen“ in ihrer Muttersprache Tigrinya und auf Deutsch. Der Musiker Urbain N'Dakon singt dazu Lieder aus Côte d'Ivoire in seiner Muttersprache N'Zema.
»Eine Geschichte über die Macht des Zusammenhalts und die Gefahren von Zwietracht und Ausschluss.« (Empfehlungen für Weltkinderbücher, EPIZ Berlin, 2021). Das Buch „Vier Ochsen“ von Mahari und Anja Tuckermann erschien 2020 im Verlag Edition Orient, Berlin.
Eingeladen sind alle Kinder von 4 bis 8 Jahren und andere Interessierte. Besonders freuen wir uns auf Kinder mit den Muttersprachen Tigrinya und N’Zema.

Die Lesung findet zum X. Internationalen Tag der Muttersprache in Münster statt.

TERMIN
Samstag, 24. Februar 2024, 15 Uhr
Stadtbücherei, Alter Steinweg 11, 48143 Münster

EINTRITT
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

KOOPERATION und FÖRDERUNG
Eine Veranstaltung von Afrikanische Perspektiven e.V. und des Eritreischen Kulturvereins im Münsterland e.V. in Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat der Stadt Münster, gefördert vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Münster.
Gefördert von:
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18. Februar 2024
Bonaventure Dossou
Bonaventure Dossou
18. Februar 2024
Bonaventure Dossou
SPRACHGRENZEN ÜBERWINDEN - OVERCOMING LANGUAGE BARRIERS
Maschinelles Lernen zur Stärkung der afrikanischen Sprachen
Machine learning to strengthen African languages

Sprache ist entscheidend für die menschliche Kommunikation, egal ob schriftlich, mündlich oder durch Gebärden ausgedrückt. Bonaventure Dossou entwickelte mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ein Übersetzungstool für seine in Benin gesprochene Muttersprache Fon. Inzwischen erforscht Dossou, wie maschinelles Lernen zur Stärkung afrikanischer Sprachen eingesetzt werden kann. Er schildert die Herausforderungen, die erzielten Fortschritte und Ausblicke seiner Arbeit. Junge Menschen möchte er ermutigen, ihre Muttersprache zu erlernen und zu erhalten.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungen zum X. Internationalen Tag der Muttersprache in Münster. Er wird auf Englisch gehalten und simultan von Jutta Himmelreich ins Deutsche übersetzt. Grace Njoroge-Krüger moderiert die Veranstaltung.

Language is crucial for human communication, whether expressed in writing, orally or through gestures. Bonaventure Dossou used artificial intelligence to develop a translation tool for his native language, Fon, which is spoken in Benin. Dossou is now researching how machine learning can be used to strengthen African languages. He describes the challenges, the progress he has made and the outlook for his work. He wants to encourage young people to learn and preserve their mother tongue.

The lecture is part of the events for the X. International Mother Tongue Day in Münster. It will be held in English and simultaneously translated into German by Jutta Himmelreich. Grace Njoroge-Krüger will moderate the event.

TERMIN
Montag, 18. Februar 2024, 18 Uhr
Online (Zoom)
Der Zoom-Link kann per Mail angefordert werden: info@afrikanische-perspektiven.de
Er wird am Tag vor der Veranstaltung zugesandt.
The Zoom link can be requested by e-mail: info@afrikanische-perspektiven.de
It will be sent the day before the event.

EINTRITT
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

KOOPERATION und FÖRDERUNG
Eine Veranstaltung von Afrikanische Perspektiven e.V. in Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat der Stadt Münster.

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Projekte

Fokus Gambia 2023
Münster, 14.-17. September 2023
Autor:innenstipendien
Sudan
Schulbibliothek in Gambia
Gambia

Gemeinsam Perspektiven
entwickeln

Verein

Im September 2020 wurde der Verein Afrikanische Perspektiven e.V. in Münster gegründet. Die Gründungsmitglieder führte ihr Interesse an Literatur aus afrikanischen Ländern der Diaspora zusammen. Ziel des Vereins ist die Zusammenarbeit mit Menschen und Organisationen afrikanischer Länder und der Diaspora, das gegenseitige Verstehen und Verständnis sowie die Kenntnis und Anerkennung verschiedener Sichtweisen. Hierzu gehört auch die Auseinandersetzung mit der afrikanisch-europäischen, speziell der afrikanisch-deutschen (Kolonial-)Geschichte. Dies geschieht in Münster durch Austausch mit Autor*innen, Künstler*innen oder Wissenschaftler*innen bei Lesungen, Vorträgen und Diskussionen, aber auch durch Film oder Theater.

In afrikanischen Ländern fördert der Verein vor allem Kultur- und Bildungsprojekte.

Ein großer Teil dieser Aktivitäten wird ehrenamtlich erbracht. Die Finanzierung erfolgt durch Mitgliedsbeiträge, Eintrittsgelder, Spenden und Zuschüsse verschiedener Institutionen.

Der Verein Afrikanische Perspektiven e.V. ist seit dem 10. November 2020 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Münster eingetragen. Afrikanische Perspektiven e.V. ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich abzugsfähig.


Gifty C. Wiafe
Vorsitzende
Ansprechpartnerin für Jugendarbeit und Theater
wiafe@afrikanische-perspektiven.de

Grace Njoroge-Krüger
Stellv. Vorsitzende
Ansprechpartnerin für Kinderprojekte
njoroge@afrikanische-perspektiven.de

Dr. M. Moustapha Diallo
Stellv. Vorsitzender
Ansprechpartner für Literatur und (Post)Kolonialismus
diallo@afrikanische-perspektiven.de

Dr. Anna Stelthove-Fend
Schatzmeisterin
Veranstaltungsorganisation und Öffentlichkeitsarbeit
stelthove@afrikanische-perspektiven.de