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Veranstaltungen

Zweisprachige Lesung mit Musik für Kinder - Somo la watoto kwa lugha ya kijerumani na kisuaheli.
Clara Mertens lädt Kinder im Alter von 4 bis 8 Jahren zu einer Lesung auf Deutsch und Swahili ein. Sie stellt die Geschichte „Schwarzkäppchen” der tansanischen Autorin Anna Samwel vor. Auf Swahili lautet der Titel der Geschichte „Kakofia Keusi”. Dazu macht Clara Musik und singt mit den Kindern.
„Schwarzkäppchen ist ein sehr wohlerzogenes kleines Mädchen. Eines Morgens bat ihre Mutter sie, in ein nahegelegenes Dorf zu gehen, um ihren alten und kranken Grosseltern einen Korb mit Erdnüssen, Maiskolben, getrocknetem Fleisch und eine Kalebasse mit Honig zu bringen, damit sie schnell wieder gesund werden. Schwarzkäppchen versprach es ihr und brach auf. Sie nahm die Abkürzung durch den Wald. Wird Schwarzkäppchen das Haus ihrer Grosseltern erreichen?”
Die Lesung findet im Rahmen des Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt" statt. Das Buch „Schwarzkäppchen“ von Anna Samwel gibt es auf Deutsch, Swahili, Englisch und Französisch (BoD - Books on Demand, Norderstedt,2020).
Karibuni sana! Herzlich willkommen!
TERMIN
Donnerstag, 21.05.2026, 15:00 Uhr
Stadtbücherei Münster - Kinderbücherei, Alter Steinweg 11, 48143 Münster
EINTRITT
Frei. – Um eine Spende wird gebeten. Hier spenden.
KOOPERATION und FÖRDERUNG
Eine Veranstaltung von Afrikanische Perspektiven e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Münster, gefördert vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Münster.

Buchvorstellung und Gespräch
„Kandik kämpft gegen das Böse. Mit ihren Superkräften beschützt die Heldin ihr Dorf vor AngreiferInnen – im Comic. Die sudanesische Künstlerin Sara Amin hat sich dazu von der antiken Geschichte ihres Landes inspirieren lassen. ‚Kandake‘ so hießen vor 2000 Jahren die Königinnen von Meroë, im nubischen Königreich Kusch. Während der Revolution 2018/19 wurden Sudans Aktivistinnen ‚Kandake‘ genannt. Sie kämpften für Demokratie und Freiheit, leider ohne Superkräfte. Die Revolution gilt als ‚gestohlen‘.“ Mit diesem Beispiel aus dem Band „Sudan Retold“ verdeutlicht Cornelia Wegerhoff in ihrer Rezension für das Amnesty Journal 02/2026 wie jede Zeit Geschichten neu liest und damit bewahrt.
Die Journalistin moderiert die Buchvorstellung mit Dr. Larissa-Diana Fuhrmann sowie den Künstlerinnen Amna Elhassan und Rund Alarabi. Sie haben an dem Kunstband mitgearbeitet, der Beiträge von 40 Kulturschaffenden enthält – unter anderem von der Illustratorin, die „Kandik“ als Superheldin zeichnet oder dem Musiker, der sudanesische Klänge mit Hiphop, Jazz und Reggae mischt oder der Künstlerin, die Fotos von Müttern und Großmüttern in Gemälde verwandelt. Denkanstöße gibt Larissa-Diana Fuhrmann, die über den Einfluss forscht, den Gewaltkonflikte auf Künstler*innen haben, und umgekehrt den Einfluss von Kunst auf betroffene Gemeinschaften. Sandra Hetzl übersetzt Deutsch/Arabisch. Ibrahim Abdulhalim begleitet die Veranstaltung musikalisch.
Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch bei sudanischem und eritreischem Essen. Für die Teilnahme am Essen ist eine Anmeldung per Mail bis zum 15. Mai erwünscht: info@afrikanische-perspektiven.de
Der Kunstband „Sudan Retold“ wurde herausgegeben von Khalid Albaih, Larissa-Diana Fuhrmann und Suzi Mirghani. Er erschien 2025 auf Englisch/Arabisch bei der Almas Art Foundation London.
KINDERBETREUUNG
Von 11 bis 13 Uhr wird eine Kinderbetreuung angeboten. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Anmeldung – mit Angabe des Alters des Kindes – bis zum 11. Mai per E-Mail an info@afrikanische-perspektiven.de
TERMIN
Sonntag, 17. Mai 2026, 11 Uhr
Volkshochschule Münster, Aegidiistr. 70
EINTRITT
Frei. – Um eine Spende wird gebeten. Hier spenden.
KOOPERATION und FÖRDERUNG Ein Projekt des Vereins Afrikanische Perspektiven in Kooperation mit: vhs-Münster, Postcolonial, Transnational and Transcultural Studies am Englischen Seminar der Universität Münster, Eine-Welt-Forum Münster e.V., Darfur-Hilfe e.V., Arabisch-deutscher Literaturkreis | ArDeLit, Afrika Kooperative e.V.
Förderung: Kulturamt, Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit, Ausschuss für Chancengleichheit und Integration der Stadt Münster sowie Engagement Global gGmbH mit Mitteln des Landes NRW.
Copyright des Fotos: Larissa-Diana Fuhrmann

Lesung und Gespräch mit der Autorin
Gaëlle Bélem erzählt in ihrer Romanbiografie die Geschichte des kreolischen Sklaven Edmond Albius, der im 19. Jahrhundert auf der französisch kolonisierten Île Bourbon gelebt und Erstaunliches geleistet hat: Im Alter von 12 Jahren erfand er ein Verfahren zur Bestäubung der Vanille, die daraufhin in aller Welt kultiviert und als das beliebteste aller Aromen gefeiert wurde.
Die Autorin, die für ihre schillernde und humorvolle Sprache und die Authentizität ihrer Figuren ausgezeichnet wurde, lenkt den Blick auf die Geschichte ihrer Heimat La Réunion. Sie war geprägt von Rassismus und der Unterdrückung der Schwarzen Menschen, deren Talente und Erfolge systematisch aberkannt wurden. Edmond ist ihr Stellvertreter: Viele wurden reich an der seltensten Frucht, er starb in Armut.
Julia Braun führt das Gespräch mit der Autorin auf Französisch und übersetzt es ins Deutsche. Gudrun Honke liest Auszüge aus dem Roman.
Gaëlle Bélem, geboren 1984 in Saint-Benoit auf La Réunion, ist eine französische Autorin, Lehrerin und Journalistin. Ihr Debütroman „Un monstre est là, derrière la porte" wurde mit dem Grand Prix du Roman Métis ausgezeichnet, in englischer Übersetzung stand er auf der Longlist des International Booker Prize 2025. „Die seltenste Frucht“ wurde von der New York Times in die Liste der 100 wichtigsten Bücher des Jahres 2025 aufgenommen. Gaëlle Bélem lebt und arbeitet auf La Réunion und setzt sich in ihren Werken mit den sozialen Realitäten und der kulturellen Identität ihrer Heimat auseinander.
Julia Braun studierte Literaturübersetzen, Romanistik und Kulturwissenschaften in Düsseldorf, auf Martinique und La Réunion mit Fokus auf kreolische Literaturen.
Gudrun Honke ist Lektorin und Übersetzerin. Aus dem Französischen übersetzte sie Romane von Patrice Nganang, Scholastique Mukasonga, Bessora oder Hemley Boum.
TERMIN
Dienstag, 28. April 2026, 19:00 Uhr
Stadtbücherei Münster, Alter Steinweg 11, 48143 Münster
EINTRITT
Frei. – Um eine Spende wird gebeten. Hier spenden
KOOPERATION und FÖRDERUNG
Stadtbücherei Münster, Eine-Welt-Forum Münster e.V., Postcolonial, Transnational and Transcultural Studies am Englischen Seminar der Universität Münster, Peter Hammer Verein für Literatur und Dialog e.V., Kulturamt der Stadt Münster
Copyright des Fotos: ©Francesca Mantovani

Film und Diskussion mit Tina Adomako
Die Film-Dokumentation "Beyond the Intersection" begleitet eine bi-nationale Familie über einen Zeitraum von mehreren Dekaden. Zu einer Zeit, als Ehen zwischen Afrikaner*innen und Europäer*innen noch die große Ausnahme waren, heiratete die Wuppertalerin Hanna Lamm in den 1950ern ihren Mann Joseph Adomako und folgte ihm ein paar Jahre später, nach der Unabhängigkeit der Goldküste, ins neue Ghana. Von Migration sprach man damals nicht. Doch das Thema Migration begleitet die Familie bis heute. Kinder, die in Ghana aufwuchsen, migrierten später nach Deutschland. Deren Kinder wiederum in die USA - und zum Teil auch wieder zurück nach Ghana. Wie war und ist es in einer solchen Familie aufzuwachsen? Welche Herausforderungen gab und gibt es zu meistern? Darüber spricht im Anschluss an den Film die Journalistin Tina Adomako mit Barbara Kemmler.
TERMIN
Montag, 2. März 2026, 18 Uhr
Kino Cinema, Warendorfer Str. 45, Münster
EINTRITT
Tickets an der Kinokasse oder online: www.cinema-muenster.de
KOOPERATION und FÖRDERUNG
Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms GRENZENLOS von filmclub münster in Kooperation mit Afrikanische Perspektiven e.V.
Copyright des Fotos: ©Tina Adomako
Gemeinsam Perspektiven
entwickeln
Verein
Im September 2020 wurde der Verein Afrikanische Perspektiven e.V. in Münster gegründet. Die Gründungsmitglieder führte ihr Interesse an Literatur aus afrikanischen Ländern der Diaspora zusammen. Ziel des Vereins ist die Zusammenarbeit mit Menschen und Organisationen afrikanischer Länder und der Diaspora, das gegenseitige Verstehen und Verständnis sowie die Kenntnis und Anerkennung verschiedener Sichtweisen. Hierzu gehört auch die Auseinandersetzung mit der afrikanisch-europäischen, speziell der afrikanisch-deutschen (Kolonial-)Geschichte. Dies geschieht in Münster durch Austausch mit Autor*innen, Künstler*innen oder Wissenschaftler*innen bei Lesungen, Vorträgen und Diskussionen, aber auch durch Film oder Theater.
In afrikanischen Ländern fördert der Verein vor allem Kultur- und Bildungsprojekte.
Ein großer Teil dieser Aktivitäten wird ehrenamtlich erbracht. Die Finanzierung erfolgt durch Mitgliedsbeiträge, Eintrittsgelder, Spenden und Zuschüsse verschiedener Institutionen.
Der Verein Afrikanische Perspektiven e.V. ist seit dem 10. November 2020 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Münster eingetragen. Afrikanische Perspektiven e.V. ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich abzugsfähig.
Gifty C. Wiafe
Vorsitzende Ansprechpartnerin für Jugendarbeit und Theater
Grace Njoroge-Krüger
Stellv. Vorsitzende Ansprechpartnerin für Kinderprojekte
Dr. M. Moustapha Diallo
Stellv. Vorsitzender Ansprechpartner für Literatur und (Post)Kolonialismus
Dr. Anna Stelthove-Fend
Schatzmeisterin Veranstaltungsorganisation und Öffentlichkeitsarbeit